Familienunterstützender Dienst (FuD)

Die Ziele und Aufgaben des Familienunterstützenden Dienstes sind denen der Sozialpädagogischen Familienhilfe sehr ähnlich. Wir haben dieses Angebot für einige besondere Zielgruppen im Jahre 2001 entwickelt:

  1. kinderreiche Familien
  2. substituierte und/oder drogenabhängige Familien
  3. Familien mit einem Bedarf an sehr langfristiger Betreuung
  4. junge Eltern mit Säuglingen

Speziell für die Arbeit mit sehr jungen Eltern mit Säuglingen oder Kleinkindern haben wir eine examinierte Kinderkrankenschwester im Team. Hier leisten wir in Zusammenarbeit mit Jugendamt und Gesundheitsamt einen Beitrag im Bereich der frühen Hilfen für junge Eltern.

Da der FuD eher niedrigschwellig und alltagspraktisch unterstützend arbeitet, sind sozialpädagogische Zielsetzungen eher im handelnden Miteinander anzusiedeln. Im Einzelnen können folgende, zusätzliche Ziele benannt werden:

  • Anleitung zur Pflege, Ernährung und Versorgung von Säuglingen und Kindern
  • Anregungen geben zur altersangemessenen Freizeitgestaltung und Förderung von Kindern
  • Alltagsbewältigung und Strukturierung
  • Begleitung zu Ämtern, Institutionen, Ärzten, Kindertagesstätten und Schulen
  • Entlastung

In der Arbeit mit drogenabhängigen und/oder substituierten Eltern kooperieren wir eng mit den zuständigen Ärzten, der Drogenberatungsstelle, dem JHD und dem SPZ.

Der FuD wurde speziell für solche Familiensysteme eingerichtet, die eine sehr lang andauernde alltagspraktische Unterstützung brauchen und für die eine Entwicklung hin zu einer autonomen Lebensführung auf Grund vorhandener, z.T. sozialisationsbedingter Defizite und kaum vorhandener oder entwicklungsfähiger Ressourcen, kaum möglich scheint.

Durch eine kontinuierliche Begleitung und Unterstützung kann es Kindern ermöglicht werden, in ihrer Herkunftsfamilie zu bleiben.